Religiöse Lyrik

Texte mit dem Bezug zu Frieden

Inhaltsverzeichnis

> Damit wir mit dem Leben davonkommen

> Davonkommen

> Endlich outen

> In Zeiten wie diesen

> Luft nach oben

> Pilatus muss weg!

> Selig sind, die Frieden stiften

> Umkehren

> Zukunftsfest

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Damit wir mit dem Leben davonkommen

Sich der Idee der Liebe verschreiben die Wahrheit zu Tisch bitten und denen widersprechen die als Mittel gegen Gewalt Gewalt fordern damit wir mit dem Leben davonkommen

sich der Idee der Vergebung verschreiben Aussöhnung im Selbstversuch testen und denen widersprechen deren Botschaft aus Hass und Angst besteht damit wir mit dem Leben davonkommen

sich der Idee der Wahrheit verschreiben den Leisen lauschen und sich denen entziehen die im Schafspelz Beute machen damit wir mit dem Leben davonkommen

Davonkommen

Wer an sie die liebe glaubt

der hat es schwer in diesen zeiten in denen der hass hofiert

und der lüge geschmeichelt wird

Man kann

der sitzt am kürzeren ende

und kann sich des spotts sicher sein

nicht gegen den Hass anhassen und auch

der wird als weltfremd belächelt

und redet gegen den wind

nicht gegen die Lüge anlügen.

der ist wie ein baum gepflanzt an wasserbächen

und sieht was noch nicht ist

Wehe uns, wenn Hass und Lüge

als Sieger vom Platz gehen!

wer an sie die liebe glaubt

der kommt mit dem leben davon.

Endlich outen...

Hallo Sie, ja Sie, hätten Sie vielleicht einen Augenblick Zeit? Ich muss etwas loswerden und suche jemanden, der mir einfach kurz zuhört. Keine Angst, es dauert auch nicht lange.

Hm, um was geht es denn?

Ach, wissen Sie, ich muss endlich mal jemanden erzählen, was mich schon lange beschäftigt. Haben Sie vielleicht einen Augenblick?

Hm, geht es um Ihre sexuelle Orientierung? Hat es mit Ihrer Persönlichkeit oder Ihrer Identität zu tun? Ist es das, was Sie beschäftigt und bin ich nun der Erste, dem Sie das sagen werden?

Hm. Nein und ja.

Wie meinen Sie das?

Nun, „Nein“, weil es nicht um meine sexuelle Orientierung geht und, „Ja“, es gibt etwas, das ich noch nie einem Menschen gesagt habe.

Da machen Sie mich aber schon neugierig. Na, bitte, ich bin ganz Ohr!

Ich habe beschlossen, mich zu outen…

Also doch?!

…ich will mich endlich outen als jemand, der bereits seit seiner Kindheit an das Gute im Menschen glaubt.

Interessant.

Ja, ich habe lange unterdrückt, dass ich von Liebe, Wahrheit und Sanftmut mehr halte als von Hass, Lüge und Gewalt. Was meinen Sie? Halten Sie mich jetzt für naiv? Sollte ich vielleicht doch weiterhin lieber still sein und, wenn auf Hass komm raus gehasst wird, einfach schweigen und dann vor uns die Sintflut, wenn Sie verstehen, was ich meine...

Hm.

Ja, ich möchte nicht mehr, dass mein Schweigen von denjenigen, die Lüge, Hass und Neid als normal ansehen, weiterhin als Zustimmung und Bestätigung ihres Denkens gedeutet wird. Und da habe ich mir gedacht, dass es auch nicht schlimmer werden kann, wenn ich widerspreche. Hass erzeugt bekanntlich Hass. Ist es da nicht auch wahrscheinlich, dass Liebe Liebe erzeugt? Was meinen Sie?

Ja, vermutlich haben Sie Recht.

So, das war's dann auch schon. Danke, dass Sie sich einen Augenblick Zeit für mich genommen haben!

In Zeiten wie diesen

Lasst uns in die Blickrichtung korrigieren der Angst die Nahrung verweigern und lasst uns in Zeiten wie diesen den Glauben feiern weil belegt ist, dass Hass vor der Liebe kapituliert.

Einst gehörte zu uns die Liebe, die ohne Not wir gegen Lüge, Neid und Habsucht eintauschten und deren Tausch wir seitdem rückgängig zu machen suchen.

Lasst uns in Zeiten wie diesen nicht aufgeben nicht die Seele verschachern Kurs halten die Blickrichtung korrigieren der Angst die Nahrung verweigern und lasst uns in Zeiten wie diesen den Glauben feiern weil belegt ist, dass Hass vor der Liebe kapituliert.

Wann, wenn nicht in Zeiten wie diesen?

Luft nach oben

Ach, bevor ich es vergesse: Ich wollte schon länger gefragt haben, ob es Sie auch verwundert, dass der Liebe so wenig zugetraut wird.

Wovon ist überzeugt, wer nicht von ihr überzeugt ist?

Ja, und dann wollte ich bei der Gelegenheit gleich gefragt haben, ob Sie eine Idee haben, warum als naiv gilt, wer auf Liebe setzt?

Ob es damit zu tun hat, dass sie faktisch nie ernsthaft zur Lösung internationaler Konflikte herangezogen wurde und Erkenntnisse zu ihrer Wirkungsweise fehlen?

Oder ist denkbar, dass man ihr nichts zutraut, weil sie nach anderen Regeln funktioniert und ihr ein ungeläufiges Prinzip zugrunde liegt, dessen Leistungsfähigkeit man nicht zu trauen wagt?

Das würde bedeuten, dass Liebe keine Option ist, weil mit ihr bisher keine Erfahrungen gemacht wurden.

Nun weiß ich nicht, wie`s Ihnen geht, aber ich werde den Eindruck nicht los, dass da -um Gottes Willen- noch Luft nach oben ist...

Pilatus muss weg!

Was, wenn der, auf den sie sich berufen, damals auch einen anonymen Social Media-Kanal betrieben und gleich ihnen aufgerufen hätte, Regierungsverantwortliche zu verhaften, Gesetze zu missachten und sich behördlichen Anweisungen zu widersetzen?

Wir wären leichte Beute, ohne Hoffnung, verführbar, erstarrt in Hass und Fanatismus, wären betrogen um die Erfahrungen der Macht der Liebe und der heilenden Kraft des Vergebens.

So aber muss nicht hassen, wer sich nicht fürchtet.

Selig sind, die Frieden stiften

Weil alles andere keinen sinn ergibt, lasst an die liebe uns glauben und bereit sein zu ertragen, was uns geschieht, wenn wir ihr trauen.

Wissend, dass dies töricht ist antworten sie mit gewalt auf gewalt formen gefaltete hände zu fäusten und glauben der logik des hasses.

Weil alles andere keinen sinn ergibt, lasst an die liebe uns glauben und bereit sein zu ertragen, was uns geschieht, wenn wir ihr trauen.

Dabei stammt doch der, der der logik des hasses widerstand und selig pries, die frieden stiften, aus ihren reihen.

Weil alles andere keinen sinn ergibt, lasst an die liebe uns glauben und bereit sein zu ertragen, was uns geschieht, wenn wir ihr trauen.

Damit nicht eines tages auch wir mit gewalt auf gewalt antworten, die gefalteten hände zu fäusten formen und der logik des hasses glauben.

Weil alles andere keinen sinn ergibt, lasst an die liebe uns glauben und bereit sein zu ertragen, was uns geschieht, wenn wir ihr trauen.

Umkehren

Zukunftsfest

Kommt, wir machen uns zukunftsfest, indem wir uns üben, uns're Feinde zu lieben.

Und lasst uns versuchen, zu segnen, die uns fluchen, die Hände reichen allen, die um uns herum nur Fäuste ballen. Und denen, die zum Kriege treiben die Bergpredigt unter die stolzen Nasen reiben.

Kommt, wir machen uns zukunftsfest, indem wir uns üben, uns're Feinde zu lieben.

Wir machen's anders als bisher! Denn Hassen ist leicht. Nur Lieben ist schwer...