Religiöse Lyrik
Bibeltexte
Inhaltsverzeichnis
> Du sollst Dich nicht der Mehrheit anschließen, wenn sie im Unrecht ist I 2. Mose 23,2
> Fürchtet euch nicht! Bleibt stehen und schaut zu, wie der Herr euch heute rettet I 2. Mose 14,13
> Lehre uns bedenken... I Psalm 90,12
> Sorget nicht! I Philipper 4,4-7
> Zum Jahreswechsel I Inspiriert von Psalm 121
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Du sollst Dich nicht der Mehrheit anschließen, wenn sie im Unrecht ist. (2. Mose 23,2)
Standhaft sein und sich denen verweigern, die im Unrecht sind.
Ohne Wenn und Aber und ohne Dich.
Fürchtet euch nicht! Bleibt stehen und schaut zu, wie der Herr euch heute rettet.
(2. Mose 14,13)
Wer sich fürchtet ist umtriebig kann nicht stehenbleiben umgibt sich mit sorgen und betäubt sich mit aktivität und aktionismus.
Wer nicht stehenbleibt ist nicht zu orten kann nicht zuschauen nimmt sein schicksal lieber selber in die hand und vertraut nichts und niemanden.
Wer nicht zuschaut bemerkt nichts verpasst die eigene rettung ist mit sich selbst beschäftigt lässt seine Augen tanzen und glaubt was er sieht.
Wer sich fürchtet verpasst die begegnung mit gott.
Lehre uns bedenken... (Psalm 90,12)
Bedeutungsvoller als die Anzahl der Strophen ist die Melodie. Nichts sagt die Länge des Weges über das Ziel
Auferstehung kehrt das Denken um und formuliert die Sinnfrage anders. Lehre uns bedenken,
Den angemessenen Bezugsrahmen wählen damit wir (uns) nicht(s) verlorengehen(t) und der Konjunktiv als Lebensmotto bleibt.
Auferstehung kehrt das Denken um und formuliert die Sinnfrage anders. dass wir sterben müssen,
Wir, die wir nicht gefragt wurden, ob wir sein wollen, sind nicht imstande, uns Sinn zu geben.
Auferstehung kehrt das Denken um und formuliert die Sinnfrage anders. auf dass wir klug werden.
ICH aber ist kein Sinn. Alles ist dem Menschen beigegeben, beginnt klein und kann die Welt verändern. Die Menge aber macht's nicht.
Lehre uns bedenken, dass wir sterben müssen, auf dass wir klug werden.
Sorget nicht! - Gedanken zu den Bibelversen aus dem Philipper-Brief, Kapitel 4, Verse 4-7
(4) Freut euch in dem Herrn allewege, und abermals sage ich: Freut euch!
Haltet die Freude nicht klein; hat sie doch ihren Ursprung darin, dass Ihr Versöhnte mit Gott seid. Nehmt diese Freude mit auf die Reise durch den Alltag.
Wenn das Lachen längst verstummt ist und auch der oberflächliche Genuss sich in Wohlgefallen aufgelöst hat, bleibt die Freude. Sie hat eine komplett andere Halbwertzeit, denn sie speist sich aus einer besonderen Quelle: Nämlich dem Wissen, Geliebte und Beschenkte Gottes zu sein.
(5) Eure Güte lasst kund sein allen Menschen! Der Herr ist nahe!
Da bleibt sogar so viel übrig, dass es auch für die Menschen in Eurem Umfeld reicht. Nachsicht und Geduld sind die kleinen Schwestern der Freude. Von Ungeduld hält sie nicht allzu viel.
Und vergesst nicht: das Leben ist zu wichtig, um es mit Gram und Sorge zu verstopfen! Freude ist teilbar. Wer sich freut und diese Freude teilt, verdoppelt sie.
(6) Sorget euch um nichts, sondern in allen Dingen lasst eure Bitten in Gebet und Flehen mit Danksagung vor Gott kundwerden!
Macht Euch keine unnötigen Gedanken, denn ihnen wohnt die Eigenschaft inne, sich aufzublähen und zur Sorge zu werden. Damit die Sorgen aber das Beet, auf dem bunte Blumen und heilende Kräuter gepflanzt sind, nicht überwuchern, hilft täglich eine Prise Dankbarkeit.
Dank ist kein Gefühl, sondern eine Blickrichtung. Es geht darum, den Blick, der sich gern mit allen möglichen Sorgen und Gedanken vollsaugt, bis alles vor den Augen verschwimmt, weg von uns und hin zu Gott und zu den Menschen um uns herum zu wenden.
(7) Und der Friede Gottes, der höher ist als alle Vernunft, bewahre eure Herzen und Sinne in Christus Jesus.
Mit Logik kann man Gott nicht beikommen. Mit Glauben allerdings schon. Deshalb: Setzt Euch so nah und so vorbehaltslos wie eben möglich zu IHM, damit Ihr SEINEN Frieden spüren könnt. Dieser ist’s, der Eure Sinne neu justiert und Eure Herzen versiegelt.
Bibeltext: Lutherbibel, revidierte Fassung von 2017, Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart
(Zur Diamantenen Hochzeit von S. und T. Merbeth im August 2023)
Zum Jahreswechsel (inspiriert von Psalm 121)
Ich hebe meine Augen auf zu den Bergen. Die Augen aufheben, den Blick vom Alltag lösen, die Blickrichtung ändern und denen, die nach der Seele gieren und erst zufrieden sind, wenn sie Dich um Hoffnung und Glauben gebracht, Dich zum Zuschauer Deines Lebens gemacht und Dir Gelassenheit und Vertrauen genommen haben, entrinnen.
Woher kommt mir Hilfe?
Das, was hilft, die Seele beruhigt und dem Verstand wieder zu glauben lehrt, findet sich nicht in den Tagesnachrichten und auch nicht in der bunten Welt Sozialer Medien.
Wie will der Alltag, dem es nur um Gegenwart, den Augenblick und das, was wir "Echtzeit" nennen, geht, eine Idee für Zukunft haben?
Hilfe kommt nicht von hier. Die Augen aufheben.
Der, der Dir gut will, sich um Dich müht, wird verhindern, dass Du der Sorge verfällst und zu leichter Beute wirst. Er schläft nicht und bleibt Deinem Glauben nichts schuldig.
Unermüdlich ist er dabei, Dich vor den Seelenfängern zu schützen und verhilft zu einem Alltag, der Dir Würde lässt, in dem Du Dich spüren kannst und der Dich zum Gestalter Deines Lebens macht.
Alles aber fängt damit an, die Augen aufzuheben, die Blickrichtung zu ändern und das eigene Leben mit den Augen dessen zu sehen, der wollte, dass Du bist, der Dich sinn- und wertvoll findet.
Und der nicht gut ertragen kann, wenn jemand unter seinen Möglichkeiten bleibt, weil sich die Augen im Augenblick verheddert haben.