Religiöse Lyrik

Bibeltexte


Zum Jahreswechsel (inspiriert von Psalm 121)

Ich hebe meine Augen auf zu den Bergen. Die Augen aufheben, den Blick vom Alltag lösen, die Blickrichtung ändern und denen, die nach der Seele gieren und erst zufrieden sind, wenn sie Dich um Hoffnung und Glauben gebracht, Dich zum Zuschauer Deines Lebens gemacht und Dir Gelassenheit und Vertrauen genommen haben, entrinnen.

Woher kommt mir Hilfe?

Das, was hilft, die Seele beruhigt und dem Verstand wieder zu glauben lehrt, findet sich nicht in den Tagesnachrichten und auch nicht in der bunten Welt Sozialer Medien.

Wie will der Alltag, dem es nur um Gegenwart, den Augenblick und das, was wir "Echtzeit" nennen, geht, eine Idee für Zukunft haben?

Hilfe kommt nicht von hier. Die Augen aufheben.

Der, der Dir gut will, sich um Dich müht, wird verhindern,  dass Du der Sorge verfällst und zu leichter Beute wirst. Er schläft nicht und bleibt Deinem Glauben nichts schuldig.

Unermüdlich ist er dabei, Dich vor den Seelenfängern zu schützen und verhilft zu einem Alltag, der Dir Würde lässt, in dem Du Dich spüren kannst und der Dich zum Gestalter Deines Lebens macht.

Alles aber fängt damit an, die Augen aufzuheben, die Blickrichtung zu ändern und das eigene Leben mit den Augen dessen zu sehen, der wollte, dass Du bist, der Dich sinn- und wertvoll findet.

Und der nicht gut ertragen kann, wenn jemand unter seinen Möglichkeiten bleibt, weil sich die Augen im Augenblick verheddert haben.